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Presse 18.01.22: Bundesliga Damen

Damen des SV Gumpersdorf machen den Aufstieg zur Deutschen Meisterschaft perfekt
Das jüngste Team zählte auch zu den Besten

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SV Gumpersdorf

Peiting. Lange ist mittlerweile die Erfolgsgeschichte bei der Stockschützenabteilung des SV Gumpersdorf. Waren es in den zurück liegenden Jahren vielfältige Top Platzierungen auf nationaler und internationaler Ebene, schicken sich nun diese ehemaligen Nachwuchsschützen im Seniorenbereich an, sportlich Geschichte für die Vereinsfarben zu schreiben.

So war es nun die Damenmannschaft, zugleich mit Abstand die Jüngste in der Bundesliga, die bei der entscheidenden Rückrunde in der Eishalle von Peiting erfolgreich war. Nach der Galavorstellung in der Vorrunde mit Platz zwei in Bad Wörishofen durften die Damen nun an den Finalspielen teilnehmen. Hier wurden die sechs Fahrkarten zur Deutschen Meisterschaft vergeben, welche die erfolgsverwöhnten „Mädels“ natürlich vom ersten Schuss an im Blickfeld hatten. Trotz des jungen Durchschnittsalters von knapp 20 Jahren bewiesen Vanessa Spöckner, Anna Hinteraicher, Uschi Zerbin und Regina Brandmüller schon Nerven wie Drahtseile und zielten nahezu perfekt auf Stock und Daube. So wartete in der Auftaktbegegnung, sprich dem Achtelfinale, der VFB Halbergmoos als Gegner. Wie aus einem Guss spielte die Formation diese wichtige Begegnung mit 48:14 sicher und souverän nach Hause, so dass man schon unter den besten acht Teams stand. Kein geringerer als der TSV Hartpenning wollte dann im Viertelfinale den Mädels den Aufstiegsplatz streitig machen. Was dann in den insgesamt zwölf Kehren abging war ein Krimi ohne Ende, berichtete Anna Hinteraicher in ihren ersten emotionalen Momenten kurz nach dem Sieg beim Gespräch mit dem Anzeiger. Jeder Moment in dieser gut 70minütigen Auseinandersetzung forderte das Team bis an die Grenzen. Wie nicht anders zu erwarten wurde die Partie auch erst mit den letzten Schüssen in auf der letzten Bahn entschieden. Immer wieder gab es Gleichstand und so war es Anna Hinteraicher, die in der letzten Kehre einen perfekten Schuss erfolgreich abschloss. Nach dem erfolgreichen Konter des TSV Hartpenning war es Regina Brandmüller, die mit einem super Ansteher zusammen mit der Daube den Gegner den Ko versetzte, da der Gegner keine Bestlage mehr erzielen konnte. Bereits unter dem Jubel der drei Mitspielerinnen konnte Uschi Zerbin einen Freischuss setzen, zum vielumjubelten 29:27 Sieg. Nach dem sicheren Aufstieg zur Deutschen Meisterschaft war aber die Luft und Anspannung völlig raus aus dem jungen Team und im Halbfinale gab es eine deutliche 11:55 Niederlage gegen den EC Passau Neustift. Auch im Spiel um Platz drei waren die Mädels so gut wie fertig und mussten neidlos zudem die Klasse des EC Gerabach anerkennen mit einer 15:41 Niederlage. Bundesligameister wurde der TSV Peiting mit einem 37:25 über den EC Passau Neustift. Mit Platz vier in der Endabrechnung kann das Bundesligadebüt auf Winterbahnen jedoch mehr als erfolgreich zu den Akten gelegt werden.

Durchwegs zufriedene Gesichter gab es auch beim Betreuer im Gumpersdorfer Lager Michael Hinteraicher über das großartige Abschneiden in der deutschen Eliteliga. Als Aufsteiger sofort die Fahrkarte zur Deutschen zu lösen ist natürlich ein kleiner Traum. Diese findet übrigens am 29. Januar in Ruhpolding statt. (hm)

Fototext
Mit einer neuerlichen Galavorstellung erkämpfte sich das junge Damenteam des SV Gumpersdorf die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in Ruhpolding. Von links Anna Hinteraicher, Uschi Zerbin, Vanessa Spöckner und Regina Brandmüller.